Holzbeheizte Saunaöfen erinnern stark an die finnische Sauna, die letztlich diese Art der Wellness überliefert hat. Im 20. Jahrhundert veränderte sich die damalige Sauna technisch gesehen erheblich. Auch zu frühen Zeiten, als die Gallier noch Schlachten schlugen, war die Sauna vermutlich eine Art Höhle. Erst später entstanden richtige Hütten. Erst Mitte des 20. Jahrhunderts wurden gusseiserne Öfen eingesetzt, die mit Holz befeuert wurden. Erst an dieser Stelle wurde auch der Rauch über einen Schornstein ins Freie geleitet. Vorher konnte der Qualm kaum entweichen. Um die Hitze zu halten, wurde der Rauchabzug später wieder geschlossen und anschließend Wasser auf die Klappe oberhalb der Steine gebracht. Das Wasser verdampfte folglich.
Holzbeheizte Saunaöfen haben sich später vor allem in ländlichen Gebieten sehr schnell bewährt. Hier war es möglich, das Feuer aufrecht zu erhalten und gleichzeitig den Rauch abziehen zu lassen. Die elektrische Sauna hingegen hat sich vorrangig in den Städten beliebt gemacht. Es gibt keinen Holzverbrauch, keinen Schmutz, keinen Rauch und bietet den Großstadtmenschen somit eine Menge Vorteile. Genau genommen wirkt die elektrische Sauna aber etwas steril in ihrer Art. Dafür kann sie in fast jede private Wohnung integriert werden.
Bis heute ist es jedoch so, dass man unter holzbeheizten Saunaöfen die richtigen Saunen versteht. Schon früher traf man sich in den Hütten, um bei einem gemeinsamen Saunagang über Dies und Das zu plaudern. Diese Art der Gemeinschaftssaunen findet man heute nur noch in Fitnessstudios und Schwimmbädern. Um eine echte, noch mit Holz befeuerte Sauna zu finden, muss man schon sehr suchen. Auf jeden Fall sollte man in den Genuss kommen, dies einmal zu erleben, denn dies ist echte Saunakultur. Dazu gehört zum Beispiel auch das gegenseitige Rücken waschen während des Saunaganges. Dies wurde schon früher innerhalb einer Familie oder eines Freundeskreises praktiziert.
Holzbeheizte Saunaöfen haben einen weiteren Vorteil. Etwas ganz Besonderes ist die Anwendung von Birkenzweigbüscheln. Die Zweige regen das Schwitzen zusätzlich an. Hierfür werden sie zunächst in Wasser getaucht und anschließend im über den Ofen geschüttet. Der lustigste Brauch ist aber, dass sich dann alle Beteiligten damit schlagen, natürlich nicht wirklich. Dieser eigentlich finnische Kulturbrauch mit den frischen Birkenblättern findet auch in Deutschland derzeit wieder großen Anklang.